Seite wählen

E-Motorräder: Zero, Energica und Co. im Vergleich

Coverbild zum Artikel E-Motorräder: Zero, Energica und Co. im Vergleich von Team Bergmann

Elektromotorräder liegen im Trend. Bei etablierten Fahrzeugherstellern findet man jedoch eher Elektroautos oder Elektroroller, statt kräftiger E-Motorräder. Woran das liegt? Jüngere Unternehmen mit Expertise in der Elektromobilität sind den etablierten Herstellern weit voraus. Während bei den E-Autos u.a. Tesla den Ton angibt, sind es bei elektrischen Zweirädern Hersteller wie Energica Motor Company und Zero Motorcycles.

Zero Motorcycles: Vorreiter bei E-Motorrädern

Bei E-Motorrädern verhält es sich am Markt derzeit ähnlich wie bei Elektroautos. Die japanischen Motorradhersteller bieten noch kein einziges elektrisches Modell an. BMW und Vespa lediglich E-Roller. Die mit Abstand größte Auswahl an Elektromotorrädern bietet derzeit Zero Motorcycles. Bereits seit 2006 produziert der kalifornische Hersteller verschiedene Modelle für Motorradfans und setzt dabei auf ultraleichte Aluminiumrahmen für maximale Gewichtsreduktion. Gegründet in einer Garage in Santa Cruz, ist das Unternehmen heute international bekannt.

Speziell für den europäischen Markt wurde die Reise-Enduro DSR Black Forest entwickelt. Sie erzielt im Stadtverkehr eine Reichweite von 250 Kilometern. Im Vergleich dazu: Die Supermoto FXS schafft nur bis zu 160 Kilometern mit einer Ladung. Mit im Portfolio gelten mit Abstand die Naked Bikes SR/F, SR und S. Sie alle stechen durch ausgezeichnete Effizienz, enormes Drehmoment und brillantes Handling hervor. Im städtischen Gebiet reicht eine Ladung für eine Tour mit rund 359 Kilometern.

Seit 2020 im Angebot ist der Sport-Tourer SR/S mit einer Gesamtreichweite von 190 bis 365 Kilometern und einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Das Modell gibt es auch in der Premiumversion mit einer Schnellladeoption. Damit ist der zwischen 14,4 Kwh und 20,9 Kwh (brutto) starke Akku je nach Ausstattung schon nach 54 Minuten komplett voll geladen. Ein System zur Energierückgewinnung ist ebenfalls mit an Bord. Puristen entscheiden sich für die ebenfalls erhältliche SR/S Standard-Version ab 22.380 Euro.

Zero Motorcycles SR/S

Energica: Reichweitenkönig der E-Motorräder

Elektro-Sportmotorräder Made in Italy – genauer gesagt in Modena – gibt’s von Energica. Im Fokus der Produktion des Unternehmens stehen Bauteile, die eigentlich für die Formel 1 bestimmt sind. Die sind Energica Motorräder sind weltweit die einzigen, die mit DC-Schnellladetechnologie geladen werden können. Ihre fortschrittliche Batterietechnologie macht sie außerdem zu den reichweitenstärksten Modellen auf dem Markt. Eva Ribelle, Eva EsseEsse9 und Ego kommen im Stadtverkehr bis zu 400 Kilometer weit. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 200 km/h. Wer 25.000 Euro investierten möchte, kann sofort aufsteigen.

Auf dem Thron gab es kürzlich eine Änderung: Die Energica Experia ist unangefochtene Reichweitenkönigin. Durch ihre immense Batteriekapazität stellt sie alle anderen Modelle am Markt in den Schatten. Bis zu 420 Kilometer kann man mit ihr an einem Stück fahren. Ab 30.000 Euro ist sie zu haben.

Die Modelle im Überblick

Modell Reichweite Höchstgeschwindigkeit Ladedauer Gewicht
Zero SR/S 180 km 200 km/h 60 min 235 kg
Energica Eva Ribelle 400 km 200 km/h 45 min 260 kg
Verge TS 300 km 180 km/h 45 min 249 kg
Alrendo Bravo TS 420 km 135 km/h 180 min 249 kg
Energica Eva Ribelle E-Motorrad

Mit der Verge TS zurück in die Zukunft

Das E-Motorrad des finnischen Start-ups Verge Motorcycles springt durch sein futuristisches Design sofort ins Auge. Doch auch die inneren Werte überzeugen: 107 PS, 180 km/h Höchstgeschwindigkeit, 300 Kilometer Reichweite – mit einer Schnellladung nach 45 Minuten. Einzige Bremse: Der Auslieferungszeitpunkt steht noch nicht fest. Für 25.000 Euro kann man sich das Science-Fiction-Bike jedoch online vorbestellen.

Verge TS E-Motorrad

Gut & günstig: Die Alrendo Bravo TS

Weitaus günstiger als bei den bisherigen Modellen kommt man mit der Bravo TS weg. Seit Ende 2021 gibt es das schlichte E-Motorrad des chinesischen Herstellers Alrendo in Europa zu kaufen. Um 11.500 Euro bekommt man eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h und eine maximale Reichweite von 420 Kilometern im Stadtverkehr. Und das obwohl der verbaute, flüssigkeitsgekühlte Elektromotor gerade einmal 17 Kilogramm wiegt.

Alrendo Bravo TS E-Motorrad

E-Motorräder im Test

Wir haben uns im Mai auf den Arge 2Rad Testtagen mit fünf Modellen von Zero Motorcycles, zwei Energica Elektromotorrädern und einem E-Roller von Ray unter die Verbrenner Modelle von Yamaha bis Harley Davidson gemischt. Wie die Besucherinnen und Besucher die E-Motorräder erlebt haben, liest Du im Blogbeitrag dazu!

E-Motorrad versichern? Fix!

Prämie berechnen

Elektromobilität: Das Glossar

Elektromobilität: Das Glossar

Von Batterietechnologien über Elektrofahrzeuge bis hin zur Ladeinfrastruktur – erfahre mehr über die Schlüsselbegriffe der Elektromobilität in unserem umfassenden Nachschlage-Artikel.

E-Auto Reichweite im Winter: 5 Fragen, 5 Antworten

E-Auto Reichweite im Winter: 5 Fragen, 5 Antworten

Entdecke, wie du trotz Kälte und Schnee das Beste aus deinem Elektroauto herausholen kannst und erfahre, warum die Batterieeffizienz bei Kälte sinkt, wie unterschiedliche Modelle variieren und was du für eine optimale Performance deines E-Autos im Winter tun kannst.

Du hast Fragen? Wir sind gerne für Dich da!

Kontakt

Unser Mobilitätsangebot legt zunehmend einen Fokus auf nachhaltige, emissionslose Fahrzeuge. Dabei ist es entscheidend, die Begriffe und Technologien zu verstehen, die unsere Zukunft mitgestalten. Hier ist unser Glossar der Elektromobilität, das laufend erweitert wird.

Von Batterietechnologien über Ladeinfrastruktur bis hin zu verschiedenen Arten von Elektrofahrzeugen – dieses Glossar dient als Schlüssel zum Verständnis der vielfältigen und innovativen Welt der Elektromobilität

Elektromobilität Glossar: Die Oberbegriffe

Bevor wir in die Details der einzelnen E-Fahrzeuge eintauchen, gilt es die gängisten Begriffe rund um E-Mobilität zu definieren. Hier ist die Übersicht:

Reichweite

Die Reichweite eines Elektrofahrzeugs bezieht sich auf die Strecke, die das E-Fahrzeug mit einer einzigen Ladung zurücklegen kann. Es ist ein wichtiger Faktor für die Akzeptanz und praktische Anwendung von Elektrofahrzeugen.

Ladeinfrastruktur

Die Ladeinfrastruktur umfasst Ladestationen und Netzwerke, die es E-Fahrzeugen ermöglichen, ihre E-Akkus aufzuladen. Sie besteht aus verschiedenen Arten von Ladestationen, wie Schnellladestationen, Wechselstromladestationen und Heimladegeräten, wie Wallboxen.

AC-Laden

AC steht für Wechselstrom (Alternating Current). Das AC-Laden bezieht sich auf das Aufladen von Elektrofahrzeugen über eine Wechselstromquelle. Typischerweise geschieht dies über herkömmliche Haushaltssteckdosen oder spezielle Ladestationen, die AC-Strom bereitstellen. AC-Laden wird oft für langsames oder mittelschnelles Laden verwendet und eignet sich gut für das Aufladen über einen längeren Zeitraum, beispielsweise über Nacht.

DC-Laden

DC steht für Gleichstrom (Direct Current). Das DC-Laden bezieht sich auf das Aufladen von Elektrofahrzeugen über Gleichstromquellen. Schnellladestationen nutzen DC, da sie eine direkte Verbindung zur Fahrzeugbatterie herstellen können, was ein schnelleres Laden ermöglicht. DC-Laden ist ideal für Situationen, in denen ein schnellerer Ladevorgang erforderlich ist, beispielsweise entlang von Autobahnen oder für den schnellen Nachschub an Energie während kurzer Pausen.

Mikromobilität

Mikromobilität bezieht sich auf verschiedene Formen von umweltfreundlichen, kurzen Transportwegen mit E-Scootern, E-Bikes und mehr. Die Fahrzeuge der Mikromobilität sind ideal für kurze Pendelstrecken und reduzieren den Verkehr in belebten Städten.

Team Bergmann Icon

Deine Versicherung: Mehr Begriffe als ein Elektromobilität Glossar

Unser Versicherungs-Vokabular reicht weit über die Begriffe rund um E-Mobilität hinaus. Wir checken Polizzen, klären über Deckungssummen auf und beraten dich für deine optimale Versicherungslösung. Dabei schauen wir vor allem auf eines: Dass du garantiert nie zu viel bezahlst.  Starte fix versichert ins Jahr 2024 und vereinbare jetzt ein kostenloses Erstgespräch.

Erstgespräch vereinbaren

E-Auto

Dieser Teil unseres Elektromobilität Glossars widmet sich Begriffen rund um das E-Auto und allem was dazugehört.

 

Elektrofahrzeug

Ein Elektrofahrzeug ist ein Fahrzeug, das ausschließlich oder teilweise von einem oder mehreren Elektromotoren angetrieben wird. Aufgeladen wird es an einer Ladestation. Es gibt verschiedene Arten von Elektrofahrzeugen, darunter batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV). Vollständig elektrische Fahrzeuge führen zu einem Betrieb ohne Kraftstoffverbrauch und Emissionen

Batterieelektrisches Fahrzeug (BEV)

Ein BEV wird allein durch einen E-Akku angetrieben und benötigt keine Verbrennung von Kraftstoff. Es ist vollständig elektrisch und emittiert während des Betriebs keine Schadstoffe.

Hybridfahrzeuge (HEV)

Diese Fahrzeuge kombinieren einen herkömmlichen Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor und einer Batterie. Sie können Energie beim Bremsen zurückgewinnen (Rekuperation) und speichern, um die Effizienz zu erhöhen.

Plug-in-Hybridfahrzeug (PHEV)

Ähnlich wie HEVs kombinieren sie Verbrennungsmotor und Elektromotor, haben aber eine größere Batterie, die extern aufgeladen werden kann. Dies ermöglicht es ihnen, längere Strecken rein elektrisch zurückzulegen. Es kann also sowohl mit einem E-Akku als auch mit Kraftstoff betrieben werden und bietet eine begrenzte rein elektrische Reichweite.

Brennstoffzellenfahrzeuge (FCEV)

Diese nutzen Wasserstoff als Treibstoff, der in einer Brennstoffzelle in Elektrizität umgewandelt wird, um den Elektromotor anzutreiben. Das einzige Nebenprodukt ist Wasser.

Elektrofahrzeuge mit Solarunterstützung

Einige Fahrzeuge integrieren Solarzellen, um die Batterien direkt aufzuladen oder bestimmte Funktionen wie die Klimaanlage zu unterstützen, was die Effizienz verbessert.

Lithium-Ionen-Batterie

Die Lithium-Ionen-Batterie ist eine der gebräuchlichsten Batterietechnologien in Elektrofahrzeugen. Sie bietet eine gute Energiedichte und Wiederaufladbarkeit.

Feststoffbatterie

Die Zukunft des Elektroantriebs: Für höchste Reichweiten und kürzeste Ladezeitenn hoffen die Autohersteller auf den Lithium-Ionen-Akku mit festen Elektrolyten. Doch bis die Feststoffbatterie im Elektroauto auf der Straße ist, wird es noch einige Jahre dauern. 

Regenerative Bremsen

Regenerative Bremsen wandeln die kinetische Energie eines Fahrzeugs beim Bremsen in elektrische Energie um und speisen sie zurück in den E-Akku. Dies hilft, die Reichweite von Elektrofahrzeugen zu erhöhen und die Energieeffizienz zu verbessern. Siehe dazu auch: Rekuperation.

Wasserstoff

In Brennstoffzellenfahrzeugen wird Wasserstoff als Brennstoff verwendet, der mit Sauerstoff reagiert, um Elektrizität zu erzeugen. Diese Elektrizität treibt den Elektromotor an, wobei als einziges Nebenprodukt Wasser entsteht.

Synthetische Kraftstoffe (e-Fuels):

Diese werden durch synthetische Prozesse, oft unter Verwendung von erneuerbarer Energie und Kohlendioxid aus der Luft, hergestellt. Sie können in bestehenden Verbrennungsmotoren eingesetzt werden und gelten als klimaneutral, wenn sie vollständig mit erneuerbaren Energien hergestellt werden.

E-Scooter

Damit sind elektrische Kickscooter gemeint, die sich seit mehreren Jahren steigender Beliebtheit erfreuen. Das wichtigste im Überblick:

Gesetzliche Vorgaben für E-Scooter

  • Ein E-Scooter darf in Österreich eine Maximalleistung von 600 Watt haben bzw. eine maximale Geschwindigkeit von 25 km/h erreichen. Sollte er darüber liegen, ist er als E-Moped zu typisieren und anzumelden. 
  • Mit einem Hauptwohnsitz in Österreich darfst du deinen privaten E-Scooter in Deutschland nicht fahren. Dort gelten andere Regeln, wie z. B. die Versicherungspflicht und die Kennzeichenpflicht (dieses erhältst du nur mit einem Hauptwohnsitz in Deutschland).

IP-Schutzklasse

Dabei handelt es sich um ein Klassifizierungssystem, das angibt, wie widerstandsfähig dein E-Scooter gegenüber Staub und Wasser ist.

E-Bike

E-Bike, Pedelec oder S-Pedelec? Die Begriffe werden oft synonym verwendet, unterscheiden sich im Detail jedoch stark. Hier erfährst du mehr:

E-Bike / Elektrofahrrad

Ein Fahrrad, das einen Elektromotor verwendet. E-Bikes fahren damit komplett ohne deine eigene Muskelkraft und schöpfen ihren Antrieb aus dem E-Akku.

Rekuperation

Manche E-Bikes laden ihren E-Akku bei Talfahrten oder starken Bremsvorgängen selbst wieder auf. Dieses Phänomen wird als Rekuperation bezeichnet. Diese Option findest du jedoch nicht nur bei E-Bikes, sondern auch bei E-Autos und anderen Fahrzeugen.

Pedelec

Das Pedelec ist wie ein „normales“ Fahrrad – und fährt sich auch so. Es sei denn, du möchtest elektrische Unterstützung. Dann kannst du den E-Motor einschalten und emissionslos cruisen.

S-Pedelec

Das S-Pedelec hat eine höhere Motorleistung (ca. 4.000 Watt) und bringt mehr gesetzliche Auflagen mit sich. In Österreich brauchst du zum Fahren den Mopedführerschein. Es gilt eine Helmpflicht. Ganz wichtig: Fahren auf dem Fahrradweg ist mit dem S-Pedelec tabu

Mittelmotor, Frontmotor, Heckmotor

Damit wird die Position des Elektromotors am E-Bike beschrieben. Die Begriffe sind dabei selbsterklärend: Der Mittelmotor befindet sich in der Mitte des Rahmens, der Frontmotor am Vorderrad und der Heckmotor am Hinterrad.

Versicherung ist dir ein Begriff?

Sorge jetzt für deine Zukunft vor und finde das optimale Versicherungspaket für deine individuellen Anforderungen. Wir unterstützen dich gerne dabei und legen deinen Bedarf in einem kostenlosen Erstgespräch fest. Gerne checken wir auch bestehende Versicherungspakete und helfen dir, Kosten zu sparen. Vereinbare jetzt dein Erstgespräch!