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Die Geschichte der E-Mobilität – Teil 2

 

 

Coverbild zum Artikel Geschichte der E-Mobilität Teil 2 von Team Bergmann

Im ersten Teil unserer Geschichtsreihe haben wir uns auf eine Reise zu den rostigen Anfängen der E-Mobilität begeben. Die Geschichte der E-Mobilität Teil 2 schreitet voran zum ersten großen Boom der Elektromobilität, ihrem raschen Abschwung und die darauffolgende Wiederauferstehung.

Der erste große Boom der Elektromobilität

Im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts boomte die E-Mobilität – vor allem in den USA. Zu dieser Zeit rollten bereits um die 34.000 elektrisch betriebenen Fahrzeuge durch die amerikanischen Straßen. 1897 wurde ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Elektromobilität erreicht: in Berlin kam der Mitteleuropäische Motorwagen-Verein zusammen und schrieb offiziell die drei großen Möglichkeiten der Fortbewegung nieder: Dampffahrzeuge, Fahrzeuge mit Ölmotoren und E-Fahrzeuge

Weltweit wurden mehr und mehr Unternehmen auf den Aufschwung der Elektromobilität aufmerksam und begannen ebenfalls damit, elektrisch betriebene Fahrzeuge herzustellen. In Deutschland zählten hierzu vor allem Siemens, Hercules, Eisenach und Kühlstein. In den USA wurde Ford mit insgesamt 78.000 Modellen zum produktivsten Hersteller von E-Fahrzeugen. Auch Österreich und Italien waren bei der E-volution ganz vorne mit dabei. 

1911: Ein Dämpfer für die elektrische Fortbewegung

Trotz aller guten Vorzeichen endete die Vorherrschaft der E-Autos schlagartig ab dem Jahre 1911. Zu dieser Zeit erfand der Amerikaner Charles Kettering einen elektrischen Anlasser für den Ottomotor. Dadurch fiel das aufwendige Kurbeln beim Start weg. Die Folge? Benziner wurden plötzlich alltagstauglich. Nach und nach überholten die günstigeren und schnelleren Benzinfahrzeuge die E-Autos auf dem Markt. Neben dem vereinfachten Start und der höheren Geschwindigkeit konnten Benziner außerdem damals auch viel weitere Strecken zurücklegen. E-Fahrzeuge hatten aufgrund notwendigen Ladung bei nicht ausreichend entwickelter Infrastruktur einen eindeutigen Nachteil.

Ein Bild Charles Franklin Kettering
Charles F. Kettering mit seinem ersten elektrischen Anlasser | Quelle: Wikipedia

Geschichte der E-Mobilität Teil 2 – Abschwung und Wiederauferstehung

In den 1920ern waren die Elektroautos fast vollständig von den Straßen verschwunden. Erhalten blieb der elektrische Antrieb lediglich bei den öffentlichen Verkehrsmitteln. Auf gleichbleibenden Routen wurden immer häufiger Oberleitungen als Energiequelle eingesetzt. Oberleitungsbusse, Elektro-Loks und Straßenbahnen wurden immer beliebter. Vereinzelt wurden E-Fahrzeuge zur Postzustellung auf den Straßen Berlins eingesetzt. Oder sogenannte Milk Floats wurden zum Vertrieb von Milchflaschen in England verwendet. Erst im Jahre 1990 kam es zu einem erneuten Umdenken in Sachen E-Mobilität. 

Zu dieser Zeit traten vermehrt neue, junge Unternehmen in die Geschichte der E-Mobilität ein. Darunter die Smiles AG und die Fine Mobile GmbH. Aber auch bereits bekannte Hersteller wie Mercedes, Toyota und General Motors sahen (wieder) Potential in der E-Mobilität

 

Bild von einem elektrischen Milk Float wie es in Großbritannien verwendet wurde
Elektrisch betriebene „Milk Floats” in Liverpool | Quelle: Wikipedia

Ein neues Zeitalter bricht an

Die Geschichte der E-Mobilität geht weiter: Mit dem Tesla Roadster, dem ersten serienmäßig produzierten Elektroauto, wurde 2006 ein neues Zeitalter eingeleitet. Mit einer Reichweite von ca. 350 Kilometern war dieses Modell erstmals auch für längere Strecken geeignet. In den folgenden Jahren kam es zu einem verstärkten Ausbau der Ladesäulen-Infrastruktur in Europa. Neben dem steigenden Bewusstsein für die Klimakrise überzeugten elektrische Fahrzeuge nun auch immer mehr mit ihren praktischen Aspekten. Zum Beispiel durch die geringere Wartungsintensität.

125 Jahre E-Mobilität – die Reise geht weiter

Zum 125-jährigen Jubiläum der Elektromobilität in Deutschland schickten zahlreiche Hersteller neue Modelle ins Rennen: Darunter den BMW i3 und den VW e-up sowie den Focus Electric von Ford und den Soul EV von Kia. Das Model S von Tesla bleibt jedoch nach wie vor das beliebteste Modell in Westeuropa. 2019 wurde der ID.3 von Volkswagen zum regelrechten „Volksstromer“.

Weltweit steigt die Nachfrage nach E-Autos stetig an. Besonders in Norwegen, das bereits 2016 einen Anteil von knapp 30 Prozent an E-Autos vorzuweisen hatte. Seit 2017 gibt es dort mehr Neuzulassungen von E-Fahrzeugen, als von Benzinern oder Dieselfahrzeugen. Ganz nach dem skandinavischen Vorbild boomt die E-Mobilität auch hierzulande zunehmend. Auf Österreichs Straßen lässt sich ein konstanter Zuwachs von E-Rollern, E-Autos und elektrischen Rädern verzeichnen

Die Geschichte der E-Mobilität Teil 2 hat einen Einblick in Hochs und Tiefs der Entwicklung von Elektromobilität gegeben – doch hier endet die nachhaltige Reise noch lange nicht. Auf unserem Blog findet ihr laufend aktuelle Innovationen in Sachen E-Fahrzeuge. Unbedingt dranbleiben!

Grafische Darstellung der Geschichte der E-Mobilität Teil 2 von Team Bergmann
Quelle: Team Bergmann

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