Seite wählen

Die Geschichte der E-Mobilität – Teil 2

 

 

Coverbild zum Artikel Geschichte der E-Mobilität Teil 2 von Team Bergmann
11.01.2022 | E-xpertise

Im ersten Teil unserer Geschichtsreihe haben wir uns auf eine Reise zu den rostigen Anfängen der E-Mobilität begeben. Nun schreiten wir voran zum ersten großen Boom der Elektromobilität, ihren raschen Abschwung und die darauffolgende Wiederauferstehung.

Der erste große Boom der Elektromobilität

Im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts boomte die E-Mobilität – vor allem in den USA. Zu dieser Zeit rollten bereits um die 34.000 elektrisch betriebenen Fahrzeuge durch die amerikanischen Straßen. 1897 kam in Berlin der »Mitteleuropäische Motorwagen-Verein« zusammen und schrieb ganz offiziell die drei großen Möglichkeiten der Fortbewegung nieder: Dampffahrzeuge, Fahrzeuge mit Ölmotoren und E-Fahrzeuge. 

Weltweit wurden mehr und mehr Unternehmen auf den E-Aufschwung aufmerksam und begannen ebenfalls damit, elektrisch betriebene Fahrzeuge herzustellen. In Deutschland zählten hierzu vor allem Siemens, Hercules, Eisenach und Kühlstein. In den USA wurde Ford mit insgesamt 78.000 Modellen zum produktivsten E-Hersteller. Und auch Österreich und Italien waren bei der E-volution ganz vorne mit dabei. 

1991: Ein Dämpfer für die elektrische Fortbewegung

Trotz aller guten Vorzeichen endete die Vorherrschaft der E-Autos schlagartig ab dem Jahre 1911. Hier erfand der Amerikaner Charles Kettering einen elektrischen Anlasser für den Ottomotor, wodurch endlich das aufwendige Kurbeln beim Start wegfiel und Benziner von einem Tag auf den anderen alltagstauglich wurden. Nach und nach überholten die günstigeren und schnelleren Benzinfahrzeuge die E-Autos, welche beim Starten nach wie vor mühsam angekurbelt werden mussten. Neben dem vereinfachten Start und der höheren Geschwindigkeit konnten Benziner außerdem viel weitere Strecken zurücklegen, während E-Fahrzeuge immer wieder aufgeladen werden mussten.

 

Ein Bild Charles Franklin Kettering
Charles F. Kettering mit seinem ersten elektrischen Anlasser | Quelle: Wikipedia
Abschwung und Wiederauf-E-rstehung

In den 1920ern waren die E-Autos fast vollständig von den Straßen verschwunden. Erhalten blieb der elektrische Antrieb lediglich bei den öffentlichen Verkehrsmitteln. Auf gleichbleibenden Routen wurden immer häufiger Oberleitungen als Energiequelle eingesetzt. Oberleitungsbusse, Elektro-Loks und Straßenbahnen wurden immer beliebter. Abgesehen davon – sowie vom vereinzelten E-Einsatz  von E-Fahrzeugen zur Postzustellung auf den Straßen Berlins oder als sogenannte „Milk Floats” zum Milchflaschen-Vertrieb in England – kam es jedoch erst im Jahre 1990 zu einem erneuten Umdenken in Sachen E-Mobilität. 

Zu dieser Zeit sprangen vermehrt neue, junge Unternehmen auf den emissionsfreien Zug auf. Darunter die Smiles AG, die Fine Mobile GmbH, aber auch bereits bekannte Hersteller wie Mercedes, Toyota und General Motors

 

Bild von einem elektrischen Milk Float wie es in Großbritannien verwendet wurde
Elektrisch betriebene „Milk Floats” in Liverpool | Quelle: Wikipedia

 

Ein neues Zeitalter bricht an

Mit dem Tesla Roadster, dem ersten serienmäßig produzierten Elektroauto, wurde 2006 ein neues Zeitalter eingeleitet. Mit einer Reichweite von ca. 350 Kilometern war dieses Modell erstmals auch für Autobahnen geeignet. In den folgenden Jahren kam es zu einem verstärkten Ausbau der Elektro-Ladesäulen in Europa. Neben dem steigenden Bewusstsein für die Klimakrise überzeugten elektrische Fahrzeuge nun auch immer mehr mit ihren praktischen Aspekten, wie einer geringeren Wartungsintensität.

125 Jahre E-Mobilität – and more to come

Zum 125-jährigen Jubiläum der Elektromobilität in Deutschland schickten zahlreiche Hersteller wichtige, neue Modelle ins Rennen: Darunter den BMW i3 und den VW e-up sowie den Focus Electric von Ford und den Soul EV von Kia. Das Model S von Tesla bleibt jedoch nach wie vor das beliebteste Modell in Westeuropa. 2019 wurde der ID.3 von Volkswagen zum regelrechten „Volksstromer“, dem E-Auto für jede und jeden. 

Weltweit steigt die Nachfrage nach E-Autos stetig an. Besonders in Norwegen, das bereits 2016 einen Anteil von knapp 30 % an E-Autos vorzuweisen hatte. Seit 2017 gibt es hier mehr Neuzulassungen von E-Fahrzeugen als von Bezinern oder Dieselfahrzeugen. Ganz nach dem skandinavischen Vorbild boomt die E-Mobilität auch hierzulande immer stärker und man darf sich mehr und mehr über den Anblick von E-Rollern, E-Autos und elektrischen Rädern auf Österreichs Straßen freuen.

Grafische Darstellung der Geschichte der E-Mobilität Teil 2 von Team Bergmann
Quelle: Team Bergmann
In Teil 1 unserer E-Geschichtsreihe geht’s um die ersten Schritte der Elektromobilität – vom Faradayschen Käfig bis hin zum ersten offiziellen Elektromobil. Jetzt reinlesen!
Wir kennen nicht nur die E-Geschichte, sondern versichern auch den Antrieb von morgen – kontaktiere uns jetzt für ein kostenloses Erstgespräch zu deiner E-Versicherung!

Das könnte dich auch interessieren:

Du hast Fragen? Wir sind gerne für dich da!

Kontakt